Kinaesthetics...

...bezeichnet die Wissenschaft der Bewegungswahrnehmung.

Kurz: Es geht darum, die eigene Bewegungen zu verstehen, um andere Menschen gezielt unterstützen zu können.

 

 

In den Kursen wird bewusst die Aufmerksamkeit auf die eigene Bewegung gelenkt, diese analysiert und dadurch die eigene Bewegungskompetenz weiterentwickelt.

Dies bietet uns die Möglichkeit im Kontakt mit anderen Menschen Bewegung anzubieten, die auch deren Bewegungskompetenz und Selbstwirksamkeit gezielt unterstützt. "Hilf mir es selbst zu tun"

Die Qualität der Bewegung steht im Vordergrund.

 

 

Link zur offiziellen Homepage von Kinaesthetics Deutschland

 

Kinaesthetics Infant Handling

Dieses Programm thematisiert die Entwicklung der Bewegungskompetenz im Rahmen eines beruflichen Pflegeauftrages gegenüber Säuglingen und Kleinkindern. Es kommt unter anderem in der Geburtshilfe sowie der neonatologischen und pädiatrischen Pflege zur Anwendung.

Pflegende unterstützen Kinder in sämtlichen alltäglichen Aktivitäten, z. B. wenn sie atmen, ausscheiden, schlafen, trinken, essen, eine Position einnehmen oder sich fortbewegen. Alle diese Aktivitäten sind an eigenaktive Bewegung gebunden, d. h. an die Kompetenz, die eigene Bewegung angepasst steuern zu können.

Kinaesthetics geht davon aus, dass diese Kompetenz maßgeblich dazu beiträgt, wie Kinder ihre Vitalfunktionen regulieren können. Für ihre Gesundheitsentwicklung ist es wichtig, dass sie das Gewicht ihrer Körperteile abgeben und ihre Spannung angemessen regulieren können. Die Art und Weise, wie pflegerische Unterstützungen erfolgen, hat einen Einfluss darauf, wie Kinder lernen können, ihre Vitalfunktionen zu regulieren und sich als wirksam und fähig zu erfahren. Deshalb brauchen Pflegende eine hohe Sensibilität und Anpassungsfähigkeit ihrer eigenen Bewegung, um die Unterstützungen in der Interaktion über Berührung und Bewegung mit den Kindern entsprechend zu gestalten.

In „Kinaesthetics Infant Handling“ lernen Pflegende, die Aufmerksamkeit auf ihre eigene Bewegung zu richten und die Interaktionen mit den pflegebedürftigen Kindern angepasst und gesundheitsfördernd zu gestalten.

 

Grundkurs speziell für Kursleitungen und Berufsgruppen, die mit Eltern und Kinder im 1.Lebensjahr arbeiten

 

Mein Angebot thematisiert die Entwicklung der Bewegungskompetenz im

1. Lebensjahr.

Das Ungeborene Kind entwickelt während der Schwangerschaft sehr viele Fähigkeiten in Bezug auf seine Bewegung. Mit der Geburt ändern sich seine Möglichkeiten wesentlich. Es besteht ein Auftrag an alle Betreuungspersonen das Kind zu unterstützen in der Schwerkraft weiter an die vorhandenen Fähigkeiten anzuknüpfen. Selbstkontrolle über das eigene Körpergewicht zu erlangen und möglichst selbstwirksam mitwirken zu können. Es entsteht eine Beziehung über bewusste Berührung und Bewegung.

Der Kurs beinhaltet die Auseinandersetzung mit der eigenen Bewegungskompetenz, Erfahrungen in Bezug auf Gewichtsverlagerung und - abgabe, Hinterfragen von Annahmen, alltägliche Bewegungsunterstützungen ohne großen Aufwand und  Möglichkeiten der Implementierung in die Elternarbeit.

 

 

Die Geschichte
 
F. Hatch und L. Maietta entwickelten Kinaesthetics in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts auf der Grundlage ihres wissenschaftlichen Kontaktes zum Verhaltenskybernetiker K. U. Smith und ihres Interesses für Bewegung, Tanz und Lernen. Ihre Kurse stiessen besonders bei Fachkräften aus dem Bereich der Pflege auf reges Interesse. In den 90er Jahren begannen die ersten Kinaesthetics-TrainerInnen mit regelmässigen Schulungen in verschiedenen Institutionen im deutschen Sprachraum. Das stetige Wachstum der Bildungsinstitution Kinaesthetics brachte mehrfach organisatorische Umstrukturierungen mit sich. Die letzte führte in den Jahren 2006 – 2007 zur aktuellen Organisation von Kinaesthetics.
Die theoretischen Grundlagen

 

Die Forschungen des Verhaltenskybernetikers K. U. Smith und der daran anknüpfende Kinaesthetics- Feldforschungsprozess bilden eine wissenschaftliche Grundlage von Kinaesthetics. Die theoretischen Überlegungen der Kybernetik beeinflussen durch Wissenschaftler wie G. Bateson oder H. v. Foerster die Theoriebildung in Kinaesthetics. Die Beschreibungen lebender Systeme durch die beiden Neurobiologen H. Maturana und F. J. Varela stellen eine dritte Grundlage dar.

 

Bei der Weiterentwicklung der theoretischen Grundlagen stützt sich Kinaesthetics auf eigene Forschungsprojekte und auf aktuelle Forschungen in verwandten Bereichen.
Die Organisation

 

Kinaesthetics ist eine europäische Bildungsorganisation, zu der rund 1000 Kinaesthetics-TrainerInnen gehören.

 

Als Unternehmen ist Kinaesthetics ein dezentral geführtes Netzwerk, das aus drei Ebenen besteht:

 

  1. Die Kinaesthetics-TrainerInnen sind in einem Betrieb angestellt oder freiberuflich tätig. Sie organisieren und gestalten selbstverantwortlich die Durchführung der Basiskurse (Grund-, Aufbau-, Peer Tutoring- Kurse). Sie stehen in enger Kooperation mit ihrer Länderorganisation.
  2. Die Länderorganisationen sind wirtschaftlich und juristisch selbständig und vertreten die Interessen von Kinaesthetics in ihrem Land. Zusätzlich sind sie für die Aus-, Weiter- und Fortbildung der TrainerInnen, die Administration und die Vernetzung zuständig.
  3. Die European Kinaesthetics Association (EKA) ist der Zusammenschluss aller Länderorganisationen. Sie koordiniert die übergreifenden Aufgaben und ist u.a. für Forschung und Entwicklung verantwortlich.